Intelli-Variants

Produktvielfalt beherrschen – Varianten intelligent konfigurieren

Intelli-Variants verbindet Produktwissen, Regelwerke, Kalkulation und Fertigungsstrukturen direkt mit eEvolution. So werden aus komplexen Kundenwünschen reproduzierbare, prüfbare und wirtschaftlich beherrschbare Varianten.

Das Fundament

Produktwissen wird zum digitalen Regelwerk

Mit dem Intelli-Variants Model-Konfigurator lassen sich strukturierte, mehrstufige Abfragestrukturen aufbauen. Die regelbasierte Erfassung liefert die Quelldaten für Artikelstammdaten und Sachmerkmale, für mehrstufige Produktionsstücklisten sowie für Angebots- und Auftragspositionen einschließlich Kalkulation und Positionstexten.

Modelabfragen werden über einen Abfragebaum organisiert. Die zugrunde liegenden Abfragelisten können kunden- und projektbezogen definiert werden. Damit wird der Modeler zum Werkzeugkasten, mit dem technisches Produktwissen strukturiert und als nachvollziehbares Regelwerk im Unternehmen gepflegt werden kann.

Entscheidend ist ein sauberes Fundament: benötigte Daten, Merkmale, Abhängigkeiten und Regeln sollten vor der Modellierung gemeinsam mit den beteiligten Fachabteilungen festgelegt werden.

Einmal definieren – durchgängig nutzen: Produktregeln stehen nicht nur bei der Konfiguration zur Verfügung, sondern können Angebot, Auftrag, Kalkulation, Artikelanlage und Fertigung miteinander verbinden.
Warum Variantenkonfiguration?

Aus Sonderausführungen werden beherrschbare Standards

Viele vermeintliche Sonderprodukte sind keine vollständig neuen Konstruktionen. Häufig ändern sich lediglich Merkmale wie Maße, Materialien oder die Zusammenstellung vorhandener Komponenten. Sind diese Veränderungen regelbasiert beschreibbar, lässt sich ein großer Teil der Produktvielfalt systematisch automatisieren.

01

Kundenwunsch klären

Zulässige Merkmale und Kombinationen führen den Anwender strukturiert durch die Konfiguration.

02

Plausibilität sichern

Bedingungen und Prüflogiken verhindern unzulässige oder unvollständige Kombinationen bereits während der Erfassung.

03

Preis bestimmen

Verkaufspreise können an Merkmale gekoppelt oder über Formeln und hinterlegte Preisregeln berechnet werden.

04

Fertigung vorbereiten

Aus der Konfiguration entstehen die benötigten Artikel-, Stücklisten- und Fertigungsinformationen für den weiteren Prozess.

Der Produkt-Modeler

Komplexe Produkte über alle Fertigungsstufen modellieren

Der Produkt-Modeler eignet sich für Endprodukte und Baugruppen mit vielen unterschiedlichen Formen und Ausprägungen. Merkmale und Variablen können über Fertigungsstufen und Baugruppen hinweg verwendet und vererbt werden.

Bei komplexen Strukturen unterstützt Intelli-Variants dabei, erforderliche Merkmale vollständig zu erfassen. Prüflogiken können schon bei der Angebots- oder Auftragserfassung sicherstellen, dass die gewählte Konfiguration plausibel und technisch zulässig ist.

Typische Modellinhalte

  • Maße und Abmessungen
  • Materialien und Werkstoffe
  • Komponenten und Optionen
  • Sachmerkmale / Eigenschaften
  • Bedingungen und Abhängigkeiten
  • Preis- und Kalkulationsformeln
  • Stücklistenrezepte
  • Arbeitsplaninformationen
Durchgängige Integration

Vom Vertrieb bis zur Produktion auf einer Datenbasis

Die Stärke von Intelli-Variants liegt in der Verbindung der Variantenlogik mit den relevanten eEvolution-Prozessen. Produktwissen muss dadurch nicht an mehreren Stellen erneut erfasst oder interpretiert werden.

KundenanforderungKonfigurationPlausibilitätsprüfungKalkulationAuftragStücklisteFertigung
Gemeinsame Datenbasis: Stammdaten, Strukturdaten und Bewegungsdaten können ohne unnötige Redundanzen zusammenwirken. Das unterstützt schnellere Auftragsdurchläufe und reduziert Rückfragen, Mehrfachbearbeitung und Fehlerquellen.
Nutzen

Was Intelli-Variants im Tagesgeschäft verbessert

Weniger StammdatenVariantenlogik und Stücklistenrezepte reduzieren die Anzahl separat zu pflegender Stücklisten und Arbeitspläne.
Weniger OrganisationsaufwandBedingungsgesteuerte Regelwerke automatisieren wiederkehrende technische Entscheidungen.
Produktvielfalt beherrschenAuch umfangreiche Merkmalskombinationen bleiben strukturiert, nachvollziehbar und reproduzierbar.
Fehler früh vermeidenPlausibilitätsprüfungen unterstützen Vertrieb und Auftragsbearbeitung bereits bei der Eingabe.
Artikel automatisch anlegenErforderliche neue Artikel können auf Basis definierter Template-Artikel erzeugt werden.
Produktionsdaten sichernProduktionsrelevante Konfigurationsinformationen bleiben dokumentiert und für Folgeprozesse verfügbar.
Stückzahl 1 unterstützenRegelbasierte Konfiguration schafft eine Grundlage für wirtschaftliche, kundenindividuelle Fertigung.
eEvolution-fähig bleibenDie Lösung nutzt die Integration in das ERP-System und ist auf die Weiterentwicklung künftiger eEvolution-Versionen ausgerichtet.
Einführung & Vorgehen

Das Regelwerk entsteht gemeinsam mit Ihren Fachbereichen

Eine erfolgreiche Variantenkonfiguration beginnt nicht mit der Software, sondern mit dem Verständnis Ihrer Produkte und Prozesse. Anforderungen werden in Workshops aufgenommen, strukturiert und in ein Modell überführt. Fachabteilungen liefern dabei das Produktwissen; Intelli-Variants macht dieses Wissen systematisch nutzbar.

Die Einführung kann schrittweise und modular erfolgen. Bestehende eEvolution-Prozesse bleiben dabei ein wichtiger Bezugspunkt, damit Konfigurator, ERP, Kalkulation und Produktion als integrierte Lösung zusammenarbeiten.

O.S.E. unterstützt bei

  • Analyse der Produkt- und Variantenstruktur
  • Definition von Merkmalen und Regeln
  • Aufbau von Modelabfragen
  • Preis- und Kalkulationslogik
  • Stücklisten- und Arbeitsplanlogik
  • Integration in Angebot und Auftrag
  • Einbindung von Fertigung und BDE
  • Schrittweiser Einführung und Optimierung
Die Darstellung wurde aus der bereitgestellten Intelli-Variants Beschreibung redaktionell verdichtet und für die Webseite sprachlich überarbeitet.
Intelli-Variants Panel Designer

Variantenlogik bekommt eine intuitive Oberfläche

Je komplexer ein konfigurierbares Produkt wird, desto wichtiger ist eine Oberfläche, die Anwender sicher und übersichtlich durch die Erfassung führt. Der Intelli-Variants Panel Designer macht aus verschachtelten Abfragen klar strukturierte Dialogflächen – ohne dass für jede Oberflächenanpassung eine technisch anspruchsvolle Individualprogrammierung erforderlich ist.

Klassische Erfassung
Intelli-Variants Erfassung ohne Panel Designer
Merkmale werden klassisch schrittweise über die Baumstruktur abgefragt.
Mehr Übersicht bei komplexen Produkten

Die Konfiguration orientiert sich am Produkt – nicht an der Technik

Statt zahlreiche Einzelabfragen nacheinander zu durchlaufen, können logisch zusammengehörende Merkmale, Eingaben, Hinweise und Auswahlfelder auf Panels gebündelt werden. Bereits erfasste Werte bleiben sichtbar und der Anwender behält auch bei umfangreichen Variantenmodellen den Überblick.

Die Oberfläche lässt sich damit stärker an Produktstruktur, Arbeitsablauf und Benutzerrolle anpassen. Das reduziert Suchwege, Rückfragen und unnötige Navigation während der Konfiguration.

Der zentrale Nutzen:

Komplexe Variantenlogik bleibt im Hintergrund leistungsfähig – während der Anwender eine verständliche, auf seine Aufgabe zugeschnittene Oberfläche erhält.

Drag & Drop Design

Eingabeobjekte lassen sich auf der Paneloberfläche positionieren und verschieben. Größe und Anordnung können visuell angepasst werden.

Dynamisches Layout

Panels können links oder rechts angeordnet und in ihrer Breite flexibel gestaltet werden. Inhalte passen sich dadurch besser an verfügbare Dialogflächen an.

Intelligente Eingabesteuerung

Sichtbarkeit, Nur-Lesen-Zustand, Erfassungsreihenfolge und Vorgabewerte lassen sich abhängig von Regeln und Variablen steuern.

Plausibilitätsprüfung

Eingaben können unmittelbar über Formeln geprüft werden. Bei ungültigen Werten erhält der Anwender direkt einen verständlichen Hinweis.

Visuelle Benutzerführung

Hintergrund- und Textfarben können abhängig von Werten oder Variablen wechseln und so Grenzwerte oder besondere Zustände hervorheben.

Flexible Eingabeobjekte

Je nach Anforderung können unterschiedliche Eingabeformen, Auswahllisten und strukturierte Tabellenelemente verwendet werden.

Designphase

Oberflächen gestalten – ohne jede Änderung programmieren zu müssen

Der Panel Designer ergänzt den Intelli-Variants Modeler um eine visuelle Gestaltungsebene. Bereits im Modell vorhandene Eingabeobjekte werden einer Dialogfläche zugeordnet und können anschließend im Designer angeordnet und konfiguriert werden.

Intelli-Variants Panel Designer Designoberfläche
Designoberfläche des Intelli-Variants Panel Designers.

Von der Modelllogik zur individuellen Benutzeroberfläche

Das Aussehen und Verhalten der Eingabeobjekte wird im Designer definiert. Anschließend werden die Elemente per Drag & Drop auf dem Panel platziert. Position, Breite und Höhe können direkt angepasst werden.

Ein Eigenschaftseditor stellt weitere Einstellungen bereit – beispielsweise Feldbezeichnung, Ausrichtung, Formatierung, Größe, Position, Plausibilisierung und dynamisches Verhalten.

PositionGrößeAusrichtungFormatHinweistexteFarblogikPlausibilitätSichtbarkeit
Visuell statt umständlich

Drag & Drop mit Eigenschaftseditor

Markierte Objekte können frei positioniert, verschoben und in ihrer Größe verändert werden. Gleichzeitig zeigt der Eigenschaftseditor die relevanten Parameter des ausgewählten Objekts an.

Drag and Drop im Intelli-Variants Panel Designer mit Eigenschaftseditor
Dynamische Dialoge

Die Oberfläche reagiert auf die Konfiguration

Ein Panel ist nicht nur eine statische Eingabemaske. Eingabe- und Ausgabeobjekte können auf bereits erfasste Variablen reagieren und dadurch ihr Verhalten verändern.

Nicht relevante Felder können ausgeblendet, unveränderbare Werte geschützt und Eingaben abhängig vom Prozesszustand aktiviert oder deaktiviert werden. Auch farbliche Hervorhebungen können auf Wertebereiche reagieren.

SichtbarkeitNur das anzeigen, was für die aktuelle Konfiguration relevant ist.
Nur LesenBerechnete oder bereits festgelegte Werte gezielt schützen.
FarbsteuerungZustände und Grenzwerte über Hintergrund- oder Textfarben hervorheben.
PlausibilitätFehleingaben früh erkennen und unmittelbar verständlich erklären.
Intelli-Variants Panel Layout Control in der laufenden Konfiguration
Beispiel einer laufenden Erfassung mit mehreren Panelbereichen und unterschiedlichen Eingabeobjekten.
Tabellen Designer

Strukturierte Daten direkt innerhalb der Konfiguration erfassen

Nicht jede Aufgabenstellung lässt sich mit einzelnen Eingabefeldern sinnvoll abbilden. Deshalb ergänzt ein Tabellen Designer die Paneloberfläche um strukturierte, mehrzeilige Datenerfassung.

Intelli-Variants Tabellen Designer
Tabellarische Erfassung im Intelli-Variants Designer.

Mehrere Positionen komfortabel bearbeiten

Tabellen können beispielsweise für technische Parameter, wiederkehrende Positionen oder strukturierte Zusatzdaten eingesetzt werden. Spalten lassen sich mit unterschiedlichen Eingabeformen ausstatten.

Eingabefeld Combobox Checkbox Hyperlink

Auch innerhalb tabellarischer Erfassungen können Plausibilitätsregeln, Vorgabewerte, dynamische Sichtbarkeit, Formate sowie Farbsteuerungen eingesetzt werden.

Nutzen für Anwender und Unternehmen

Weniger Suchen. Weniger Rückfragen. Mehr Übersicht bei der Konfiguration.

BenutzerfreundlicherZusammengehörende Informationen stehen auf einer Oberfläche statt in vielen aufeinanderfolgenden Dialogschritten.
TransparenterBereits erfasste Werte und relevante Informationen bleiben im Blick.
FehlersichererPlausibilitäten, Sichtbarkeitsregeln und dynamische Hinweise führen den Anwender durch die Konfiguration.
FlexiblerOberflächen lassen sich an Produkt, Prozess und Anwenderanforderungen anpassen.
Intelli-Variants Panel Designer: Die leistungsfähige Variantenlogik bleibt im Hintergrund – die Bedienung wird dort einfacher, wo der Anwender täglich damit arbeitet.
Erfolgsstory · Intelli-Variants in der Praxis

Variantenfertigung bei Evers Türenwerk – vom Kundenwunsch bis zur CNC-Maschine

Individuelle Produkte müssen nicht zwangsläufig individuelle Prozesse bedeuten. Die Erfolgsstory bei Evers Türenwerk zeigt, wie sich kundenindividuelle Türen mit eEvolution und Intelli-Variants systematisch konfigurieren, kalkulieren, planen und fertigen lassen.

Aus Produktvielfalt wird ein beherrschbarer Prozess

Evers Türenwerk fertigt Zimmertüren in Kleinstserien bis hin zu Unikaten. Kunden können das Produkt aktiv mitgestalten – etwa über Sondermaße, Farben, Materialien, Holzarten, Oberflächen, Bautypen oder Lichtausschnitte.

Die Herausforderung liegt nicht allein darin, diese Wünsche im Vertrieb zu erfassen. Jede Entscheidung wirkt sich auf Kalkulation, Materialbedarf, Stücklisten, Arbeitsgänge, Kapazitäten und schließlich auf die Fertigung aus.

O.S.E. implementierte eEvolution mit Intelli-Variants, um diese Produktvielfalt nicht als Sammlung einzelner Sonderfälle, sondern als regelbasiertes Variantenspektrum abzubilden.

Produktion bei Evers Türenwerk aus der Intelli-Variants Erfolgsstory
Praxisprojekt Evers Türenwerk – Variantenfertigung mit eEvolution und Intelli-Variants.
01

Produktwissen als Regelwerk

Viele vermeintliche Sonderanfertigungen unterscheiden sich nur in bestimmten Merkmalen. Intelli-Variants überführt dieses Produktwissen in Regeln: Welche Maße sind zulässig? Welche Materialien können kombiniert werden? Welche Komponenten werden für eine konkrete Ausführung benötigt?

So entsteht aus Erfahrungswissen ein reproduzierbarer und systematisch nutzbarer Konfigurationsprozess.

02

Eine Frage – viele Konsequenzen

Der Anwender wird über einen Fragenkatalog durch die Produktdefinition geführt. Antworten werden als Variantenmerkmale gespeichert und stehen anschließend im gesamten Prozess zur Verfügung.

Aus einer Auswahl können automatisch weitere Entscheidungen, Texte, Preise, Auftragspositionen, Materialien und Produktionsstrukturen entstehen.

03

Plausibilität statt Fehlkonfiguration

Regeln prüfen bereits während der Konfiguration, ob eine gewünschte Kombination technisch möglich ist. Abhängig von einer Eingabe können zusätzliche Anforderungen automatisch aktiviert oder unzulässige Kombinationen sofort zurückgewiesen werden.

Damit wird technisches Know-how direkt im Vertriebs- und Auftragsprozess nutzbar.

04

Vom Angebot in die Fertigung

Die einmal erfassten Variantenmerkmale bleiben nicht im Verkauf stehen. Intelli-Variants nutzt sie, um auftragsbezogene Stücklisten, technische Daten, Kalkulationsinformationen und Fertigungsstrukturen automatisch abzuleiten.

So wird aus dem individuellen Kundenwunsch ein konkret planbarer und produzierbarer Auftrag.

Intelligente Stücklisten

Aus Konfigurationsmerkmalen entsteht automatisch die passende Fertigungsstruktur

Die im Fragenkatalog erfassten Merkmale steuern variable Stücklisten. Maße, Ausführung und technische Eigenschaften bestimmen, welche Komponenten, Materialien und Arbeitsgänge tatsächlich benötigt werden.

Auch verschachtelte Stücklisten können regelbasiert aufeinander reagieren. Dadurch lassen sich mehrstufige Fertigungsstrukturen aus der konkreten Variante ableiten, ohne für jede Ausführung vollständig separate Stammdaten pflegen zu müssen.

MaterialNur die für die konkrete Variante benötigten Komponenten berücksichtigen.
ArbeitsgängeFertigungsoperationen abhängig von Merkmalen und Ausführung bestimmen.
KapazitätenMaschinen, Werkzeuge und Mitarbeiterzeiten gezielter einplanen.
KalkulationVariantenabhängige Kosten und Preise aus derselben Datenbasis ableiten.
Intelligente Stückliste aus der Intelli-Variants Erfolgsstory bei Evers Türenwerk
Beispiel einer variablen bzw. „intelligenten“ Stückliste aus dem damaligen Praxisbericht.
Synergie in der Produktion

Individuelle Aufträge – gemeinsame Fertigungspotenziale

Variantenfertigung bedeutet nicht automatisch, jedes Produkt vollständig isoliert zu produzieren. Sind Merkmale und Materialien strukturiert bekannt, können ähnliche Arbeitsgänge und gleiche Materialeigenschaften auftragsübergreifend erkannt und gemeinsam geplant werden.

CNC-Fertigung bei Evers Türenwerk
Produktionsumgebung aus der Erfolgsstory.

Standardisieren, wo es sinnvoll ist – individualisieren, wo der Kunde es verlangt

Das System kann beispielsweise Materialien nach Eigenschaften wie Holzart, Breite oder Oberfläche gruppieren. Dadurch können gleiche Bearbeitungsschritte für Teile aus unterschiedlichen Kundenaufträgen zusammengeführt werden.

So entstehen trotz hoher Produktvielfalt Synergieeffekte in der Fertigung – ein entscheidender Ansatz, um Individualität und wirtschaftliche Produktion miteinander zu verbinden.

Der rote Faden: Der Kundenwunsch wird einmal strukturiert erfasst und begleitet den Auftrag anschließend durch Kalkulation, Disposition und Produktion.
Vom ERP direkt an die Maschine

Konfigurationsdaten ohne erneute Eingabe für die CNC-Fertigung nutzen

Ein besonders anschaulicher Teil der Erfolgsstory ist die Verbindung der ERP-Daten mit der CNC-Maschine. Die Eigenschaften eines Auftrags werden über eine Schnittstelle für die Bearbeitung bereitgestellt.

1 · KundenauftragMaße und Ausführung werden in Intelli-Variants festgelegt.
2 · VariantenparameterDie technischen Werte stehen strukturiert im ERP zur Verfügung.
3 · O.S.E. CNC-TransferDie relevanten Parameter werden für die Maschine aufbereitet.
4 · CNC-FertigungDie Maschine arbeitet mit denselben Werten wie die Auftragserfassung.
CNC Transfermodul aus der Intelli-Variants Erfolgsstory
Darstellung der damaligen CNC-Anbindung aus dem Praxisbericht.
Einmal erfassen – durchgängig verwenden. Das erneute manuelle Eingeben von Maßen und Werten an der Maschine entfällt. Laut Erfolgsstory konnte Evers Türenwerk dadurch die Fehlerquote in der Fertigung deutlich reduzieren.
Varianten beherrschen statt Sonderfälle verwalten

Aus „Sonderausführungen“ wird ein breites Spektrum konfigurierbarer Standards

Die Grundidee von Intelli-Variants ist bis heute aktuell: Viele kundenspezifische Ausführungen sind keine völlig neuen Produkte. Maße, Materialien, Komponenten oder Ausstattungen verändern sich innerhalb eines grundsätzlich vorhersehbaren Variantenspektrums.

Wer dieses Wissen als Regelwerk beschreibt, kann individuelle Anforderungen schneller klären, sicher dokumentieren und wie einen strukturierten Standardprozess weiterverarbeiten.

Das Produktwissen bleibt dabei in der Verantwortung der Fachbereiche und kann von Vertrieb, Arbeitsvorbereitung und Produktion gemeinsam genutzt werden.

Darstellung Standardprodukte, Varianten und Sonderausführungen aus der Intelli-Variants Erfolgsstory
Das ursprüngliche Modell der Erfolgsstory: aus vielen Sonderausführungen werden regelbasierte, konfigurierbare Varianten.
Schneller konfigurierenProduktwissen wird systematisch im Fragen- und Regelmodell bereitgestellt.
Sicherer kalkulierenPreise und Kosten lassen sich auf Basis der konkreten Produktausführung ableiten.
Gezielter disponierenMaterial- und Kapazitätsbedarf entstehen aus der tatsächlichen Variante.
Fehler reduzierenEinheitliche Daten begleiten den Auftrag bis in nachgelagerte Fertigungsprozesse.
O.S.E. Presseinformation · Intelli-Variants

Warum eigentlich Intelli-Variants?

Je individueller Kundenanforderungen werden, desto stärker wächst die Zahl möglicher Produktvarianten. Intelli-Variants setzt genau dort an: Produktwissen, Merkmale, Regeln, Preise und Fertigungsstrukturen werden so modelliert, dass Varianten beherrschbar bleiben – ohne für jede denkbare Kombination eigene Artikelstämme, Stücklisten und Arbeitspläne pflegen zu müssen.

Wie beherrscht Intelli-Variants Ihre Produktvarianten?

Unterschiedliche Kundenwünsche wirken sich häufig nicht nur auf den Vertrieb aus. Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Einkauf, Produktion, Kalkulation und Logistik müssen die daraus entstehenden Varianten ebenfalls beherrschen. Werden sämtliche Kombinationen klassisch über separate Artikel, Stücklisten und Arbeitspläne abgebildet, wächst der Stammdatenbestand sehr schnell.

Die Folge sind hoher Pflegeaufwand, redundante Datenhaltung und ein steigendes Fehlerrisiko. Genau an dieser Stelle setzt Intelli-Variants für eEvolution an.

Illustration aus der O.S.E. Presseinformation zu Intelli-Variants
Abbildung aus der O.S.E. Presseinformation zu Intelli-Variants, Sommer 2014.
Die Herausforderung

Variantenvielfalt erzeugt Stammdatenvielfalt

Wenn jede Option und jede Kombination als eigener Artikel mit eigener Stückliste und eigenem Arbeitsplan angelegt wird, vervielfacht sich die Zahl der zu pflegenden Datensätze. Schon bei einem grundsätzlich gleichen Produkt können dadurch sehr viele Varianten entstehen.

Die Folgen

Mehr Pflege, mehr Redundanz, mehr Fehlerrisiko

Doppelte oder nahezu identische Daten erhöhen den organisatorischen Aufwand. Änderungen müssen an mehreren Stellen nachgeführt werden und können Reibungsverluste, zusätzliche Produktionskosten und vermeidbare Fehler verursachen.

Die Lösung

Merkmale und Regeln einmalig definieren

Intelli-Variants beschreibt Produktoptionen über Kriterien und Ausprägungen. Fertigungsrelevante Konsequenzen werden in einer regelbasierten Artikel-/Erzeugnisstruktur hinterlegt. Änderungen konzentrieren sich damit im Wesentlichen auf Merkmale, Ausprägungen und das zugrunde liegende Regelwerk.

Funktionen im Überblick

Vom Sachmerkmal bis zur Rekonfiguration

Die Presseinformation beschreibt Intelli-Variants als durchgängiges Varianten-Management innerhalb von eEvolution: Konfiguration, Artikelorganisation, Preisfindung und Änderungsmanagement greifen ineinander.

Produkt & Konfiguration

  • Merkmalsverwaltung und Sachmerkmalswesen
  • einfache Bedienung im Konfigurationsdialog
  • Konfigurationsregeln über Formelinterpreter
  • Bedingungsabfragen und Eindeutigkeitsregeln

Varianten-Organisation

  • automatische Generierung von Artikeln inklusive Sachmerkmalen
  • eindeutige Klassifizierung über Merkmalswerte
  • Wiederverwendung bereits angelegter Varianten
  • Haupt-, Unter-, Set-, Block- und Gliederungspositionen

Preisfindung & Kalkulation

  • Variantenkonditionen und Aufpreislogik
  • maßbezogene Berechnungen
  • teile- und kundenbezogene Preislogik
  • Sonderpreise mit Zeit- oder Projektbezug

Änderungsmanagement

  • Rekonfiguration mit Auftragsbezug
  • Änderungserfassung für bestehende Konfigurationen
  • automatische Ableitung der Konsequenzen
  • Berücksichtigung vorhandener Produktionssets
Produktkonfiguration

Der Kundenwunsch wird zum prüfbaren Produktmodell

Die Beschreibung des gewünschten Produkts erfolgt bereits bei Angebot und Auftrag anhand der dem Produkt zugeordneten Variantenkriterien und ihrer möglichen Ausprägungen. Diese Kriterien werden zuvor in der Modellabfrage strukturiert.

Der Intelli-Variants Dialog unterstützt eine übersichtliche Erfassung per Tastatur oder Maus und erlaubt auch die Navigation zurück durch die Abfragestruktur. Konfigurations- und Abfrageregeln können technische oder marktbedingte Restriktionen als Plausibilitäten abbilden.

Dadurch lassen sich Fehlkonfigurationen früh vermeiden: nicht zulässige Ausprägungen können ausgeblendet, Merkmale dynamisch vorbelegt oder berechnet und Eingaben abhängig vom Kontext als Kann- oder Muss-Felder gesteuert werden.

Dynamische Modelllogik

  • Merkmale berechnen und vorbelegen
  • Merkmale dynamisch ein-/ausblenden
  • Kann-/Muss-Eingaben situationsabhängig steuern
  • Artikel und Texte automatisch generieren
  • Angebots- und Auftragslangtexte erzeugen
  • individuelle Hinweise mit Variablenwerten anzeigen
Varianten-Organisation

Eindeutig identifizieren und im gesamten eEvolution-System wiederverwenden

Nach der Konfiguration werden automatisch eine oder mehrere Positionsvarianten erzeugt und zusammen mit den erfassten Variantenmerkmalen gespeichert. Ist eine Merkmalskombination noch nicht vorhanden, kann auch der zugehörige Artikel mit Sachmerkmalsleiste und Werten angelegt werden.

Eine Variantennummer dient anschließend als eindeutiger Schlüssel. Dadurch lassen sich Produktvarianten systemweit unterscheiden, wiederfinden und in Dokumenten wie Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung, Fertigungsauftrag oder Bestandslisten ausweisen.

Durchgängigkeit: Produktmerkmale bleiben nicht im Konfigurator eingeschlossen, sondern werden zu identifizierbaren ERP-Daten, die in nachfolgenden eEvolution-Prozessen verfügbar bleiben.
Preisfindung der Varianten

Preisregeln folgen der Konfiguration

Zu den definierten Kriterien und Ausprägungen können Variantenkonditionen hinterlegt werden. Die jeweils zutreffenden Konditionen ergänzen den Grundpreis prozentual oder wertmäßig und ergeben den Positionswert der konkreten Variante.

Konditionen können beispielsweise teile- oder kundenbezogen gelten. Ebenso können Aufschläge vor oder nach Rabattberechnung berücksichtigt oder als eigenständige Aufschlagsposition ausgewiesen werden. Für bestimmte Standardvarianten sind zudem spezielle Varianten-Sonderpreise möglich.

Grundpreis+Merkmals-/Variantenkonditionen=Variantenpreis
Stücklisten, Material & Arbeitsgänge

Das Regelwerk steuert auch die Fertigungsstruktur

Stücklisten- und Arbeitsgangpositionen werden um Regeln und Bedingungsformeln ergänzt. Diese greifen auf die Kriterien und Ausprägungen der konkreten Produktvariante zu.

Neben einfachen Entscheidungen können auch Berechnungen hinterlegt werden. So lassen sich beispielsweise Einsatzmengen oder Materialzuschnitte für Maßvarianten berechnen.

Auf der Arbeitsplanseite können Stück- und Rüstzeiten berechnet sowie Arbeitsplätze oder benötigte CNC-Programme dynamisch zugeordnet werden. Auch variantenspezifische Hinweis-Texte für Produktionsunterlagen können automatisch entstehen.

MaterialmengenZuschnittmaßeRüstzeitenStückzeitenArbeitsplätzeCNC-Programme
Schema Materialbedarf mit Brutto- und Nettobedarf aus der Intelli-Variants Presseinformation
Materialbedarfs-Schema aus der Presseinformation.
Generierung von Fertigungsaufträgen

Aus der konfigurierten Variante entsteht die auftragsbezogene Produktionsstruktur

Wird der konfigurierte Kundenauftrag für die Produktion eingeplant, greift Intelli-Variants auf die gespeicherte regelbasierte Erzeugnisstruktur und die Variantenmerkmale zurück. Daraus kann direkt eine auftragsbezogene Struktur von Fertigungsaufträgen mit Materialbedarf und Arbeitsgängen entstehen.

Die Variantenregeln wirken damit bereits bei der Erzeugung von Stücklisten und Arbeitsplänen. Da sich Varianten häufig über mehrere Fertigungsebenen erstrecken, müssen auch untergeordnete Baugruppen in das Variantenmanagement einbezogen werden.

KundenauftragVariantennummerRegelwerkStückliste & ArbeitsplanFertigungsaufträge
Beispiel einer mehrstufigen Varianten- und Fertigungsstruktur aus der Intelli-Variants Presseinformation
Mehrstufige Struktur aus der Presseinformation.
Zwei Organisationsformen

Baugruppenbezogen oder erzeugnisbezogen – passend zur Fertigungsstrategie

Die Presseinformation unterscheidet zwei grundsätzliche Formen des Variantenmanagements. Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, ob Unterbaugruppen eigenständig disponiert und gelagert werden sollen oder ausschließlich auftragsbezogen entstehen.

Baugruppenbezogenes Variantenmanagement

Varianten-Baugruppen als eigenständige dispositive Einheiten

Werden Unterbaugruppen in mehreren Erzeugnissen wiederverwendet und in Losgrößen produziert, kann jede Varianten-Baugruppe als eigene Einheit mit eigenen Kriterien betrachtet werden.

Dadurch können Varianten-Unterbaugruppen auf allen Ebenen dispositiv und bestandsmäßig unterschieden werden.

Bedarfsstruktur für baugruppenbezogenes Variantenmanagement
Erzeugnisbezogenes Variantenmanagement

Die komplette Erzeugnisstruktur als Varianten-Einheit

Hier erhalten im Wesentlichen die verkaufsfähigen Erzeugnisse beziehungsweise Ersatzteile die relevanten Kriterien. Die Regelung von Stücklisten und Arbeitsgängen kann über alle Fertigungsebenen hinweg auf diese Erzeugniskriterien zugreifen.

Der Vorteil: Für rein auftragsbezogene Unterbaugruppen müssen keine eigenen Varianten erzeugt werden. Dafür ist für diese Baugruppen keine eigenständige Disposition oder Bestandsführung vorgesehen.

Erzeugnisbeispiel aus der Intelli-Variants Presseinformation
Der eEvolution Standard bleibt

Variantenmanagement ergänzen, Standardprozesse erhalten

Die Presseinformation betont, dass die eEvolution-Standardfunktionen – beispielsweise Kommissionierung, Retoure, Lagerführung, PPS-Material- und Zeitbuchungen, PZE/BDE/MDE, Funk-Lagerbuchungen sowie integrierte Finanz- und Lohnbuchhaltung – in ihrer Standardfunktionalität erhalten bleiben.

Damit verfolgt Intelli-Variants einen klaren Ansatz: Die Variantenlogik erweitert die Standardprozesse gezielt, ohne die ERP-Basis unnötig zu vervielfachen.

„Eine vertrauensvolle Partnerschaft ist das Fundament für eine erfolgreiche und langfristige Zusammenarbeit.“

Bereit für den nächsten Schritt?

Wir zeigen Ihnen, wie eEvolution und Intelli-Variants Ihre Abläufe unterstützen können.